Valentinstag nicht vergessen!



Der 14. Februar rückt näher und wer jetzt noch kein Geschenk für seine Liebste oder seinen Liebsten hat, der sollte sich ranhalten. Nach dem ganzen Stress zu Weihnachten und Silvester vergessen viele oftmals den Valentinstag, daher sei hier noch einmal speziell darauf hingewiesen.

Der Valentinstag lässt die Absätze von Blumenhändlern und Schokoladeherstellern naturgemäß in die Höhe schnellen. Doch auch speziell für den Valentinstag kreierte Ansichtskarten in Herzform oder Karten mit Valentinsgrüßen gehen weg wie warme Semmeln.

Valentinstag im alten Rom

Der Valentinstag im heutigen Sinne kommt aus den USA, doch wer jetzt denkt, dieser Tag sei von der Blumenindustrie erfunden worden, um den Absatz anzukurbeln, der irrt. Dieses weit verbreitete Gerücht stimmt nämlich entgegen der Meinung der Bevölkerung nicht. Der Valentinstag, beziehungsweise die Tradition, am 14. Februar seinen Liebsten zu beschenken, geht nämlich auf ein viel älteres Fest zurück, das schon im frühen Mittelalter gefeiert wurde – die „Ankunft Jesu als himmlischer Bräutigam zur himmlischen Hochzeit“. Schon die alten Römer veranstalteten am 14. Februar ein Fest zu Ehren der Göttin Juno, der Schutzgöttin der Ehe und Familie. Der Bischof Valentin von Terni soll im 3. Jahrhundert heimlich Verliebte vermählt haben, obwohl ihm das von Kaiser Claudius, dem Zweiten, verboten war. Damals galten die Christen noch als Sekte. Dieser Bischof schenkte den Frischvermählten nach der Zeremonie Blumen aus seinem Garten und angeblich waren die Ehen, die er geschlossen hatte, von langer Dauer und von Glück gesegnet.

Von Europa in die USA und zurück

Vor allem im mittelalterlichen England verbreitete sich das Valentinsfest schnell und erfreute sich großer Beliebtheit. So wurde schon im 14. Jahrhundert am Hofe König Richards des Zweiten ein Valentinsfest gefeiert. Durch die Besiedelung Amerikas durch englische, irische und schottische Siedler wurde der Brauch aus Europa auch in die Neue Welt getragen und dort weiter kultiviert. Seit den 1950er Jahren wurde der Brauch auch in Europa wieder eingeführt und wurde so nach und nach zum alljährlichen Ritual. Doch nicht nur in den USA und Europa wird heute der Valentinstag gefeiert, sondern inzwischen beinahe weltweit. Je nach Kultur und Region hat der Brauch dabei unterschiedliche Formen angenommen. So werden etwa in Japan am 14. Februar die Männer von den Frauen beschenkt und nicht nur dem Ehepartner oder Freund wird dabei ein Präsent überreicht, sondern auch männlichen Verwandten, Arbeitskollegen und sogar dem Chef. Die japanischen Männer bedanken sich dafür am 14. März, dem sogenannten "White Day", an dem dann die Frauen beschenkt werden. In Südkorea ist dies ähnlich, wer hier jedoch weder am 14. Februar noch am 14. März etwas bekommen hat, muss am 14. April Nudeln mit schwarzer Sauce essen und damit seine „Trauer“ zeigen.

Wer also bisher gegen den Valentinstag war, weil der ja angeblich nur „von der Blumenindustrie erfunden“ wurde, der ist jetzt hoffentlich eines Besseren belehrt und kauft noch rechtzeitig ein Geschenk für den Liebsten oder schickt schöne Ansichtskarten zum Zeichen der Verbundenheit und der Liebe.